IMI-Kongress-2013

IMI-Kongress 2013 (16.-17. November):
Krieg um die Köpfe? Über die Mobilisierung von Zustimmung und die Demobilisierung von Protest

Auftaktveranstaltung Freitag (in der Hausbar der Schellingsstr. 6)
The Front-Show: Stars und Sternchen für den Krieg
Mit Vokü (ab 19h) und anschließender Kneipe

Samstag
12:00 – 12:10: Begrüßung
12:10 – 12:30: Einführung: Die Drohnendebatte und der Krieg um die Köpfe
12:30 – 13:45: Die mediale Konstruktion von Bedrohung und die Normalisierung von Krieg (Claudia Haydt)
14:00 – 15:15: Alles ist Front: Die Militarisierung von Forschung und Wissenschaft (Frank Reichherzer)
15:45 – 17:00: Rüstungs- und „Sicherheitsindustrie“: Rechtfertigungsstrategien einer „bedrohten“ Branche (Malte Lühmann)
17:15 – 19:00: Podium: Banale Militarisierung: Ehrenmäler und Orden, Kindertagesstätten und Schulbücher (Thomas Mickan, Jonna Schürkes und Frank Brendle)
19:30 – 21:00: Workshops
- Schulterschluss zwischen Militär und Gewerkschaften?
- Bundeswehr an Schulen
- Militarisierung der Hochschulen
- Feministische Drohnenkritik

Sonntag:
09:30 – 11:00: Das Kommando Territoriale Aufgaben: Einsatz und Desinformation an der „Heimatfront“ (Martin Kirsch)
11:15 – 12:45: Polizei und Geheimdienste als Linienrichter der sicherheitspolitischen Debatte (Heiner Busch und NN)
13:00 -14:30: Das neue Bild vom Krieg: Schwierigkeiten und Perspektiven der antimilitaristischen Bewegung (Johannes Becker und Tobias Pflüger)
Der Kongress wird unterstützt von: Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen, DFG-VK Tübingen, attac Tübingen, Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden Württemberg

 

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IMI-Kongress 2012 (17.-18. November):

Entdemokratisierung und Krieg – Kriegerische Demokratie

Programm 

Gemütlicher Auftakt:
Freitag, 16.11.2012, Hausbar in der Schellingstrasse 6. Volxküche ab 19h30. Videoshow: Bellizistische Kampagnen

Samstag, 17.11.2012
(Ort: Schlatterhaus, Österbergstr. 2, 72074 Tübingen)

12:00 Begrüßung

12:15-14:00 Demokratieabbau und Militarisierung
– Tausche Effizienz gegen Demokratie: Neuer Autoritarismus in Deutschland und Europa (Martin Hantke)
– Sachzwang Krieg: Pooling & Sharing u. Smart Defence (Jürgen Wagner)
– Krieg außer Kontrolle: Die Aushöhlung des Parlamentsvorbehalts (Tobias Pflüger)

14:30-16:00 Netzwerke des Krieges
– Militarismus im Hinterzimmer: Rüstungslobby in der EU und Deutschland (Malte Lühmann)
– Kriegslogiken im Gewand des Multilateralismus (Christoph Marischka)

16:30-18:00 Unerklärte Kriege und automatisierte Gewalt
– Antidrogenkriege: Das Beispiel Mexiko (Peter Clausing)
– Unerklärte Kriege im Sahel: Bekämpfung von Terror u. Migration (Werner Ruf)
– Verselbstständigte Kriege: Drohnen u. gezielte Tötungen (Wolfgang Kaleck)

19:30-21:00 Klandestine Kriegsführung
– Libyen – Syrien – Iran: Spezialeinheiten als neue Speerspitzen des Interventionismus (Jürgen Wagner)
– Geheime Dienste – Geheime Kriege (Claudia Haydt)

Sonntag, 18.11.2012

9:30-11:00 Krieg? Gefällt mir!
– Wer spricht für die Zivilgesellschaft? Die Politik der Kampagne (Christoph Marischka)
– Von Menschenrechten bis zum Völkermord: Mit Gewalt Gutes tun? (Thomas Mickan)

11:15-12:45 Netzkultur und die Frage von Krieg und Frieden
– Feindkonstruktion und Frontenbildung in der Netzwelt (Jörg Friedrich)

13:00-14:30 Podium: Krieg und Demokratie
Mit Tobias Pflüger, Wolfgang Kaleck u.a. 

 

Pooling und Sharing

Der geteilte Krieg und das Ende der Demokratie
 
In der NATO wie beim militärischen Arm der Europäischen Union geht der Trend hin zur gemeinsamen Nutzung bestimmter Ressourcen. Begründet wird dies vor allem mit budgetären Zwängen, vorbereitet wurde es aber schon vor der Finanzkrise. Was zunächst plausibel klingen mag – nicht jedes Land hält teures Gerät und hoch spezialisiertes Personal vor, sondern bringt diese in einen Pool zur gemeinsamen Nutzung ein –, hat Folgen für den Einsatz des nationalen Militärs, die öffentlich bislang kaum diskutiert werden.

Vollständiger Artikel in: Wissenschaft & Frieden, Heft 2012-4: Rüstung – Forschung und Industrie, Seite 13–15

Die Reichtumsuhr - Für den Fall, dass jemand wissen will, wo das ganze Geld abgeblieben ist.

Arabischer Frühling der Rüstungsindustrie?

Algerien, das gerade erst seine Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen hat, soll im Zeitraum von zehn Jahren modernste Rüstungs- und Sicherheitstechnologie aus Deutschland erhalten. Der Gesamtwert dieser Geschäfte soll 10 Mrd. Euro betragen. Die einzelnen Geschäfte waren teils bereits seit Monaten vorbereitet worden und erhielten nun vom Bundessicherheitsrat grünes Licht.

Vollständiger Text:

http://www.imi-online.de/2011.php?id=2325  

AUSDRUCK - Das IMI-Magazin (Juni 2011)

  AUSDRUCK - Das IMI-Magazin (Juni 2011)
die komplette Ausgabe zum download

SCHWERPUNKT: DEUTSCHLAND UND DIE BUNDESWEHR

-- Jürgen Wagner: Krieg trotz Kassenlage: De Maizieres „Eckpunkte für die Neuausrichtung der Bundeswehr“

-- Claudia Haydt: Wehrpflicht als Auslaufmodell: Warum für weltweite Militärinterventionen keine Wehrpflichtigen gebraucht werden

-- Jonna Schürkes: Eskalation in „Bad Taloqan“

-- Jürgen Wagner: „Es gibt keine gerechten Kriege - aber notwendige“ - Wolfgang Ischinger wird Honorarprofessor in Tübingen

-- Michael Haid: Wann ist Krieg erlaubt? Anmerkungen zu skandalösen Schulmaterialien


AUßERHALB DES SCHWERPUNKTS:

-- Tim Schumacher: Europas Geheimdienst: Das Joint Situation Centre

-- Michael Haid: Osama bin Laden – werden völkerrechtswidrige Tötungen hoffähig?

-- Mirko Petersen: Russland, Quo Vadis? Machtpolitik zwischen Asien und Europa

-- Christoph Marischka: Côte d´Ivoire: erste Bilanz eines angekündigten Bürgerkrieges

-- Andreas Seifert: Shi Lang: Chinas erster Flugzeugträger

 

 

Wehrpflicht als Auslaufmodell

Das Ende der Wehrpflicht bedeutet für viele Freiheit von einem Zwangsdienst. Doch unter den Bedingungen, dass gerade die Armeen der reichen Staaten immer stärker zu weltweiten Interventionsarmeen werden, ist das Ende Wehrpflicht auch die konsequente Fortsetzung des Umbaus der Armeen zu effizienten Kriegsführungsinstrumenten. Ein Anlass zu ungetrübter Freude ist die Abschaffung der Wehrpflicht erst dann, wenn gleichzeitig auch ein Ende der Auslandseinsätze, ein Ende der Angriffskriege und der humanitär verbrämten internationalen Militärinterventionen beschlossen wird.

 

Vollständiger Text hier:

http://www.imi-online.de/2011.php?id=2304

Krieg im Abseits

27. Internationale Sommerakademie Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, Burg Schlaining (Burgenland) Sonntag, 4. Juli – Freitag, 9. Juli 2010

Freitag, 9. Juli 2010

10:00–13:00Uhr
Vom „vergessenen Krieg“ zum umfassenden Frieden

Strategien gegen das „Vergessen“ – Öffentliche Aufmerksamkeit und die Chancen für erfolgreiche Bearbeitung von Konflikten

Claudia Haydt (IMI Tübingen)

Not all actions fit at all times.
Möglichkeiten und Methoden der zivilen Krisenprävention

Angelika Spelten (INEF Duisburg, Plattform zivile Konfliktbearbeitung)

Moderation: Thomas Bergmayr
(Journalist, derstandard.at)

Broschüre mit mehr Informationen zur Sommerakademie:

http://www.aspr.ac.at/sak/SAK2010/broschuere2010.pdf 


 

Gesundheit und Sicherheit in Afghanistan

Samstag, 12.09.09, Hannover

Rückblick und Ausblick nach acht Jahren zivil-militärischer Intervention

Beginn: 12.09.2009 10:00

Ende: 12.09.2009 17:00

Symposium an der Medizinischen Hochschule Hannover

Veranstalter: Stabsstelle für interdisziplinäre Notfall- und Katastrophenmedizin und Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Hochschule Hannover
in Zusammenarbeit mit IPPNW-Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung

Thema: In der Nachfolge des 2007 an der MHH durchgeführten Symposiums "Gesundheit im Kontext struktureller und militärischer Gewalt" wollen wir uns nun am konkreten Beispiel erneut mit dieser Thematik befassen.

ReferentInnen und Vorsitzende: Prof. Dr. med. Hans Anton Adams, OFA Dr. med. Volker Eisenlohr, Prof. Dr.med. A. Frewer, Claudia Haydt, Dr. phil. Peer Heinelt, Gerd Höfer, Christoph Hörstel, Matthias Jochheim, Prof. Dr. med. Michael Krawinkel, Dr. Hans Joachim Lenz, Katja Maurer, Dr. phil. Bärbel Miemietz, Dr. med. Aimal Safi, Sophia Schelcher, Dr. med. Ljiljana Verner

Mehr Infos: 

Einladungsflyer

Maritimes Säbelrasseln

Die internationalen Fischfangflotten rauben am Horn von Afrika Milliardenwerte. Die daraus resultierende Piraterie wird von Industriestaaten mit Militarisierung der wichtigen Handelsroute beantwortet

Weithin sichtbar waren die Flammen, als in der Nacht von 18. auf den 19. November die indische Fregatte »INS Tabar« im Golf von Aden ein vermeintliches Piratenmutterschiff beschoß und versenkte. Nachdem in den Wochen zuvor mehrere Schiffe von Freibeutern gekapert worden waren, zuletzt der saudische Supertanker »Sirius Star«, gab es damit endlich eine Erfolgsmeldung im Kampf gegen die Piraten. In »Selbstverteidigung« und in einem »erbitterten Kampf« konnte die indische Marine den »Piraten ihre schwimmende Plattform« entziehen – so bejubelten die meisten internationalen Medien das Geschehen. Als sechs Tage später der vermutlich einzige Überlebende der Besatzung aus dem Meer gerettet wurde, kam eine gänzlich andere Geschichte zum Vorschein. Piraten hatten den thailändischen Fischkutter »Ekawat Nava 5« geentert. Als die »Tabar« sich näherte, drohten die Piraten, gaben einige Schüsse ab und verließen den Fischtrawler mit ihren Schnellbooten. Das Schiff mitsamt seiner größtenteils gefesselten Besatzung ging in Folge des Beschusses durch das Kriegsschiff in Flammen auf und sank. Ein Besatzungsmitglied wurde tot geborgen und 14 werden bis heute vermißt.

Dieser Vorfall zeigt überdeutlich, was es bedeuten kann, wenn Piratenbekämpfung zu einer militärischen Aufgabe wird. Wer den Indischen Ozean zum Aufmarschgebiet für eine neue Runde globaler Machtpolitik macht, der trägt massiv zur sicherheitspolitischen Eskalation bei. (IMI-Analyse 2008/040 - vom 5.12.2008)

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